Hörverlust: Hier finden Angehörige ein offenes Ohr!

Verbraucherplattform besser-hoeren.de startet „Angehörigen-Sprechstunde“ und bietet kostenlose und anonymisierte Beratung und Hilfestellungen zum Umgang mit einer Schwerhörigkeit.

Hörverlust-Sprechstunde für Angehörige

Je nach Schweregrad einer Schwerhörigkeit kann ein Nicht-Verstehen sowohl für Betroffene als auch für nahestehenden Angehörige zur Belastung werden. Dies zeigt sich vor allem immer dann, wenn trotz häufigen Wiederholens die erwünschte Antwort ausbleibt oder unpassend wiedergegeben wird. Was am Anfang oftmals noch mit einem Schmunzeln und Leichtigkeit überspielt wird, kann auf Dauer den Geduldsfaden ordentlich unter Spannung bringen.

Mit dem Start der „Angehörigen-Sprechstunde“ von besser-hoeren.de haben nun Partner, Familienmitglieder, Freunde und Bekannte von Schwerhörigen die Möglichkeit, sich Tipps vom Profi zu holen. Kostenlos und anonym können via WhatsApp oder Telefon ganz persönliche Fragen zum Umgang mit Schwerhörigen geklärt werden und der ein oder andere Tipp für ein leichteres Miteinander in Erfahrung gebracht werden.

Tipps für Angehörige im Umgang mit einem Hörverlust

Wie Schwerhörige hören und fühlen

Das Thema Schwerhörigkeit ist ein sehr sensibles Thema, vor allem dann, wenn es einen selbst betrifft. Je nach Ursache kann sich eine Schwerhörigkeit plötzlich oder schleichend über mehrere Jahre hinweg einstellen. Doch unabhängig davon ist die Tatsache des Bewusstwerdens, dass man seinen Ohren nicht mehr richtig trauen kann, für Betroffene oftmals ein schwieriger Prozess, dies für sich zu akzeptieren. Nicht selten vergehen bis zu sieben oder mehr Jahre, bevor sich tatsächlich Hilfe bei einem Hörakustiker gesucht wird. Zu groß ist die Scham, sich selbst eingestehen zu müssen, dass ein Hörverlust nun zum lebenslangen Begleiter wird und es sich mit dieser Verschleißerscheinung zu arrangieren gilt.

Stattdessen versuchen sich Hörbeeinträchtigte kleine Tricks anzugewöhnen, die eine Versorgung mit Hörgeräten scheinbar in die Ferne rücken lassen. Die größte Alltagshilfe zum leichteren Verstehen ist dabei das Ablesen vom Mund. Je deutlicher das Mundbild des Gegenübers ist, umso leichter fällt es Hörbeeinträchtigten, das Mundbild dem entsprechenden Wort zuordnen zu können. Zudem achten Betroffene verstärkt auf Mimik und Gestik des Gegenübers, um auch die emotionale Stimmungslage zu erfassen.

Gerade in dieser Zeit, in der das eigene Akzeptieren der Schwerhörigkeit erfolgt, ist die Unterstützung und das Verständnis von Angehörigen kostbar und enorm wichtig. Denn schließlich geht es nicht nur um das Hören an sich, sondern vielmehr um das Selbstwertgefühl des Betroffenen. Eine große Erleichterung kann es dabei sein, gemeinsam regelmäßige Hörtests bei einem Hörakustiker durchführen zu lassen. Diese sind kostenlos und unverbindlich und schaffen in nur wenigen Minuten Gewissheit über die persönliche Hörfähigkeit. Über dies hinaus kann ein Besuch bei einem Hörakustiker die persönliche Akzeptanz der Schwerhörigkeit erleichtern und die eigene Sicherheit mit entsprechenden Hörlösungen wieder stärken.

Verständnis im Umgang mit schwerhörigen Angehörigen

Tipps für Angehörige im Umgang mit einem Hörverlust

Schluss mit Frust – Tipps für Angehörige im Umgang mit einem Hörverlust

Während Betroffene sich mit ihren Hörproblemen jederzeit vertrauensvoll an einen Hörakustiker wenden können, fehlt es Angehörigen oft an möglichen persönlichen Anlaufstellen für Ihre Fragen rund ums Hören. Natürlich beziehen Hörakustiker Angehörige gerne im Rahmen der Hörgeräteversorgung mit ein. Jedoch reicht oftmals die Zeit nicht aus, um alle Fragen in der Tiefe beantworten oder detailliert darauf eingehen zu können.

Dabei lässt sich bereits mit diesen leicht umzusetzenden Tipps die Kommunikation mit Hörbeeinträchtigten erleichtern:

  • Blickkontakt: Schauen Sie Ihren Gegenüber beim Sprechen ins Gesicht und achten Sie auf eine gute Beleuchtung. So erleichtern Sie Ihrem Gegenüber das Ablesen vom Mund.
  • Langsam und deutlich sprechen: Versuchen Sie langsam und deutlich in einer angenehmen Lautstärke zu sprechen. Vermeiden Sie zu schreien!
  • Nebengeräusche vermeiden: Nebengeräusche erschweren das Verstehen. Schaffen Sie wenn möglich eine ruhige Umgebung.
  • Verständnis: Das Absehen vom Mund ist für Schwerhörige anstrengend und kann schnell ermüden. Machen Sie öfter Pausen und zeigen Sie Verständnis dafür, so reduzieren Sie Ängste und Hemmungen.
  • Nicht Auslachen: Lachen Sie ihren Gegenüber nicht aus, wenn etwas nicht verstanden wurde. Bleiben Sie geduldig und vergewissern Sie sich durch Rückfragen, ob alles richtig verstanden wurde.
  • Geduld: Mit einem Hörverlust zu leben und sich damit zu arrangieren, kostet Betroffenen viel Kraft. Unterstützen Sie Ihre Angehörige dabei, zeigen Sie Geduld beim Wiederholen des Gesagten und beziehen Sie ihn aktiv in Gespräche mit ein. Nutzen Sie notfalls Zettel und Papier und schreiben Sie wichtige Dinge wie Termine, Namen oder Adressen auf.

Anonyme Hilfe für Angehörige von Schwerhörigen

Erfahrungen zeigen, dass ein verständnisvoller Umgang von Angehörigen die persönlichen Hemmungen von Hörbeeinträchtigten reduzieren lassen. Ja, es kann sogar die Entscheidung für eine Versorgung mit Hörgeräten begünstigen und damit zur Erleichterung der Kommunikation insgesamt beitragen. Fakt ist, wer gut hört kann sich leichter im Alltag orientieren und müheloser kommunizieren.

Was sich in der Theorie so leicht anhört, kann in der Praxis Angehörigen so einiges abfordern. Je nach persönlichem Alltagsstress ist es oftmals schwer, die nötige Geduld und das Verständnis aufzubringen. Dabei tauchen manchmal Situationen und Fragen auf, wo ein guter Rat oder ein offenes Ohr gefragt ist.

In der Angehörigen Sprechstunde können Sie Mo-Fr. von 9:00 -13:00 Uhr eine anonyme Beratung kostenlos* per Telefon oder WhatsApp bekommen unter 0151 728 333 73  erhalten.

*Unser Dienst ist kostenfrei, es können aber ggf. Gebühren Ihres Netzbetreibers anfallen für das Telefonieren oder die Internetnutzung.

anonyme Angehörigen-Sprechstunde

In der Angehörigen-Sprechstunde von besser-hoeren.de können Sie Mo-Fr von 9:00 -13:00 Uhr eine anonyme Beratung kostenlos* per Telefon oder WhatsApp bekommen unter: 0151 728 333 73 

*Unser Dienst ist kostenfrei, es können aber ggf. Gebühren Ihres Netzbetreibers anfallen für das Telefonieren oder die Internetnutzung.

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